Stand: 2026-09-17 · Fassung 1
Allgemeine Geschäftsbedingungen für Klincha PRO
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) regeln die Nutzung der in der aktuellen Startphase bereitgestellten Funktionen von Klincha PRO durch Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe („Betriebe“).
- Klincha PRO richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, die bei der Registrierung in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Die Registrierung steht in dieser Startphase nur Betrieben mit Geschäftsadresse in Deutschland und einer deutschen Mobilfunknummer zur Verfügung.
- Vertragspartner des Betriebs ist Osama Shama, Peter-Thomas-Str. 1, 54296 Trier, Deutschland, E-Mail: [email protected] („Klincha“).
- Diese deutsche Fassung ist die maßgebliche Fassung der AGB.
§ 2 Registrierung und Vertragsschluss
- Zur Registrierung bestätigt der Betrieb seine E-Mail-Adresse und Mobilfunknummer, gibt die im Registrierungsablauf verlangten Betriebsdaten an und reicht die Daten und Dateien zur Identitätsprüfung der zu prüfenden Person ein.
- Vor Abschluss der Registrierung kann der Betrieb diese AGB aufrufen. Er muss die angezeigte Fassung lesen und ausdrücklich akzeptieren. Klincha speichert die Kennung der akzeptierten Fassung und den Zeitpunkt der Annahme.
- Mit dem Absenden der vollständigen Registrierung gibt der Betrieb ein Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrags nach diesen AGB ab. Der Vertrag kommt mit der erfolgreichen Einrichtung des Betriebskontos zustande.
- Die Registrierung eines Kundenkontos wird in dieser Startphase nicht angeboten.
- Der Betrieb hält seine Zugangsdaten geheim, schützt sie vor dem Zugriff Dritter und informiert Klincha unverzüglich über [email protected], wenn er einen unbefugten Zugriff vermutet.
§ 3 Umfang der aktuellen Leistung
- Klincha stellt dem Betrieb in der aktuellen Startphase insbesondere folgende Funktionen bereit:
- Führung und Bearbeitung des Betriebs- und Unternehmensprofils,
- Einreichung und Anzeige des Status einer Identitätsprüfung,
- Verwaltung von Arbeitsbereichen und zugehörigen Qualifikationsnachweisen,
- freiwillige Verwaltung von Versicherungsnachweisen und Referenzfotos sowie
- Anzeige der jeweiligen Prüfstatus und gegebenenfalls eines Ablehnungsgrundes.
- Die Daten und Dateien aus Absatz 1 sind in dieser Startphase nur im angemeldeten Betriebskonto und in den für die Prüfung erforderlichen Verwaltungsansichten zugänglich. Ein öffentliches Betriebsprofil wird nicht bereitgestellt.
- Ein Kundenmarktplatz, Kundenanfragen, Angebote von Betrieben, Nachrichten zwischen Kunden und Betrieben, eine Zahlungsabwicklung, Vermittlungsentgelte und Rechnungen von Klincha sind nicht Bestandteil der aktuellen Leistung und nicht freigeschaltet.
- Für die in Absatz 1 beschriebenen Funktionen erhebt Klincha nach dieser Fassung kein Nutzungsentgelt.
- Klincha bemüht sich um einen zuverlässigen Betrieb. Eine ununterbrochene oder jederzeit fehlerfreie Verfügbarkeit wird nicht geschuldet. Vorübergehende Einschränkungen können insbesondere durch Wartung, Sicherheitsmaßnahmen oder technische Störungen entstehen.
§ 4 Identität, Arbeitsbereiche und weitere Nachweise
- Die Bestätigung von E-Mail-Adresse und Mobilfunknummer erfolgt durch Einmalcodes. Die Identitätsprüfung erfolgt anschließend manuell anhand der eingereichten Angaben und Dateien.
- Als Identitätsnachweis können Personalausweis, Aufenthaltstitel, Reisepass oder Führerschein eingereicht werden. Für einen Reisepass wird eine Bilddatei, für die übrigen Dokumentarten werden Vorder- und Rückseite verlangt. Unterstützt werden JPG, JPEG und PNG mit höchstens 5 MB je Bild. Zusätzlich werden Vorname, Nachname und Geburtsdatum der zu prüfenden Person erfasst.
- Während der Prüfung wird der Status des Identitätsnachweises im Konto angezeigt. Solange der Nachweis als „Ausstehend“ angezeigt wird, kann er ersetzt werden. Nach einer Ablehnung kann ein neuer Nachweis eingereicht werden.
- Während die Identitätsprüfung aussteht, kann der Betrieb sein Profil sowie Versicherungsnachweise und Referenzfotos verwalten. Ein Arbeitsbereich kann erst hinzugefügt werden, nachdem die Identität als verifiziert angezeigt wird.
- Für jeden Arbeitsbereich reicht der Betrieb einen Titel und einen der angebotenen Nachweise ein: Gewerbeanmeldung, Meisterbrief, Gesellenbrief oder Handwerkskarte. Bei der Handwerkskarte werden Vorder- und Rückseite verlangt; bei den übrigen Nachweisen eine Datei. Unterstützt werden PDF, JPG, JPEG und PNG mit höchstens 5 MB je Datei. Derselbe Arbeitsbereich kann nicht mehrfach angelegt werden.
- Versicherungsnachweise sind freiwillig und ändern die Zugriffsrechte in der aktuellen Startphase nicht. Verwaltet werden können Betriebshaftpflichtversicherung, Berufshaftpflichtversicherung und gesetzliche Unfallversicherung, jeweils höchstens einmal pro Versicherungsart. Referenzfotos sind ebenfalls freiwillig.
- Die Prüfung durch Klincha ist eine interne Prüfung der eingereichten Angaben und Dateien. Sie ersetzt keine behördliche Zulassung, keine Eintragung in ein Register und keine Prüfung der gesetzlichen Voraussetzungen für die berufliche Tätigkeit. Der Betrieb bleibt dafür verantwortlich, alle für seine Tätigkeit geltenden Anforderungen zu erfüllen.
§ 5 Angaben und hochgeladene Inhalte
- Der Betrieb macht vollständige und zutreffende Angaben und hält die von ihm bearbeitbaren Profilangaben aktuell.
- Der Betrieb darf nur Dokumente, Logos, Texte und Fotos einreichen, die er rechtmäßig verwenden darf. Die Inhalte dürfen nicht rechtswidrig sein, Rechte Dritter verletzen oder manipulierte beziehungsweise bewusst unzutreffende Nachweise enthalten.
- Telefonnummern und E-Mail-Adressen sind in der Unternehmensbeschreibung und in FAQ-Inhalten nicht zulässig. Klincha prüft diese Textfelder beim Speichern automatisiert auf solche Kontaktdaten und kann die Speicherung bei einem Treffer ablehnen.
- Referenzfotos dürfen keine erkennbaren Personen, Adressen oder sonstigen personenbezogenen Daten Dritter zeigen.
- Identitäts-, Qualifikations- und Versicherungsnachweise sowie Referenzfotos werden durch Personen geprüft. Klincha kann eine Einreichung ablehnen, wenn sie unvollständig oder unleserlich ist, den beim Upload angezeigten Anforderungen nicht entspricht, den Angaben im Konto erkennbar widerspricht oder gegen diese AGB verstößt. Der Prüfstatus und ein gespeicherter Ablehnungsgrund werden im Konto angezeigt.
- Rückfragen und Beschwerden zu einer Prüfung können an [email protected] gerichtet werden. Sie werden manuell bearbeitet. Es gilt die gesetzliche Bearbeitungsfrist; Klincha verspricht keine davon abweichende besondere Antwortzeit.
§ 6 Einschränkung und Entfernung von Inhalten
- Klincha kann den Zugriff auf eingereichte Inhalte beschränken oder Inhalte entfernen, soweit dies zur Beseitigung eines Verstoßes gegen § 5, zur Sicherheit des Dienstes oder zur Erfüllung einer gesetzlichen, behördlichen oder gerichtlichen Pflicht erforderlich ist.
- Klincha berücksichtigt bei einer Maßnahme die Umstände des Einzelfalls und die Rechte und berechtigten Interessen des betroffenen Betriebs. Soweit rechtlich zulässig und technisch möglich, wird dem Betrieb der Grund der Maßnahme mitgeteilt.
- Die in dieser Startphase eingesetzte automatisierte Prüfung beschränkt sich auf die Erkennung unzulässiger Kontaktdaten in den in § 5 Absatz 3 genannten Textfeldern. Entscheidungen über die Annahme oder Ablehnung der in § 5 Absatz 5 genannten Nachweise und Fotos erfolgen durch Personen.
§ 7 Vertragsdauer und Beendigung
- Der Nutzungsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit.
- Der Betrieb kann den Nutzungsvertrag jederzeit beenden, indem er sein Konto in den Kontoeinstellungen nach Eingabe seines aktuellen Passworts löscht. Alternativ kann er seine Kündigung an [email protected] senden.
- Das Recht beider Parteien zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für Klincha kann insbesondere vorliegen, wenn der Betrieb vorsätzlich gefälschte Nachweise einreicht, den Dienst für rechtswidrige Zwecke nutzt oder die Sicherheit des Dienstes erheblich gefährdet.
- Welche Daten nach einer Kontolöschung entfernt, anonymisiert oder aufgrund gesetzlicher Pflichten weiter gespeichert werden, richtet sich nach der Datenschutzerklärung und den gesetzlichen Vorgaben.
§ 8 Haftung
- Klincha haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer ausdrücklich übernommenen Garantie.
- Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet Klincha nur bei Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung dieses Nutzungsvertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Betrieb regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
- Im Übrigen ist die Haftung von Klincha bei einfacher Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen von Klincha.
§ 9 Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten, zu Empfängern, Speicherdauern und Betroffenenrechten enthält die jeweils aktuelle Datenschutzerklärung.
§ 10 Änderungen dieser AGB und neue Funktionen
- Für den bestehenden Nutzungsvertrag gilt die vom Betrieb akzeptierte Fassung. Die bloße Veröffentlichung einer späteren Fassung ändert einen bestehenden Vertrag nicht.
- Über erhebliche Änderungen dieser AGB informiert Klincha registrierte Betriebe vor deren Wirksamwerden in geeigneter Weise. Soweit eine Zustimmung erforderlich ist, gelten die geänderten AGB für den bestehenden Nutzungsvertrag erst nach ausdrücklicher Zustimmung des Betriebs.
- Werden später Markt- oder Zahlungsfunktionen freigeschaltet und ändert sich dadurch der Vertragsinhalt, werden die dafür geltenden Bedingungen vor der Nutzung bereitgestellt. Aus diesen AGB entsteht kein Anspruch auf die spätere Freischaltung einer bestimmten Funktion.
§ 11 Kontakt
Zentrale Kontaktadresse für Fragen, Beschwerden und Hinweise zu rechtswidrigen Inhalten ist [email protected]. Hinweise sollten den betroffenen Inhalt und den Grund der Beanstandung so genau wie möglich bezeichnen.
§ 12 Schlussbestimmungen
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
- Ist der Betrieb Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Trier ausschließlicher Gerichtsstand für Streitigkeiten aus diesem Nutzungsvertrag.
- Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.